Was treibt das Verhalten von Lebewesen an?

Wenn die körperliche Veränderung durch ein vorausgehendes Verhalten erzeugt wurde, stellt sich natürlich die Frage: Wie kam es zu diesem Verhalten? Im Fall meiner Getreide-Unverträglichkeit war es die Idee "Getreide ist ungesund", die ich von einem Bekannten übernommen hatte. Die Idee "Getreide ist ungesund" führte zu dem Verhalten, auf Getreideprodukte verzichten zu wollen.

Gleichzeitig gab es aber noch ein konkurrierendes zweites Verhalten: Mein Appetit setzte sich immer wieder durch und erreichte, dass ich entgegen aller "guten Vorsätze" Getreideprodukte zu mir nahm.

Es gab also zwei konkurrierende Verhaltensweisen, die von zwei verschiedenen Arten von Antrieb hervorgerufen wurden:

Damit kommen wir zur Klärung der Frage, die ich als eine der wichtigsten Fragen der Existenz bezeichnet hatte: Was treibt das Verhalten von Lebewesen an?

Beim Menschen gibt es offensichtlich mindestens 2 Verhaltensantriebe, die auch zueinander in Widerspruch geraten können:

  1. Den rationalen Verstand, der auf der Grundlage der Weltsicht Verhaltensentscheidungen zu treffen versucht
  2. Einen zweiten Antrieb, für den es noch keinen gängigen Namen gibt, weil er nicht wirklich klar gesehen wird. Der Appetit ist ein Aspekt dieses Verhaltensantriebs. Man könnte ihn als "Instinkt" bezeichnen. Allerdings ist der Instinkt eher nur genau wie der Appetit ein weiterer Teilaspekt davon. Bezeichnen wir diesen zweiten Verhaltensantrieb deshalb ...
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nächstes Kapitel: Die Entwicklung des rationalen Verstandes