Diese Webseite verwendet Google Analytics zur Erfassung von Statistik-Daten in anonymisierter Form. Ein Personenbezug kann nicht hergestellt werden. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Zustimmen Ablehnen

Die unerkannten funktionalen Systeme

Bis hierher habe ich 2 Systeme mit einer erstaunlichen Funktion beschrieben:

  1. Die Evolution: Wenn man mit dem Verhalten immer wieder ein kleines Stück über die gegenwärtigen Möglichkeiten hinausgeht, dann kommt es zu einer Weiterentwicklung des Körpers, der sich dem Verhalten immer besser anpasst. Normalerweise sorgt der instinktive Verhaltensantrieb dafür, dass das Verhalten sich immer wieder erweitert.
  2. Das "System Mensch": Wenn ein Mensch seinem instinktiven Verhaltensantrieb folgt, dann löst das zahlreiche Probleme wie Sucht, ADHS, Übergewicht und Depression auf einen Schlag, die einen sonst scheinbar zufällig heimsuchen.

Der Begriff der "Funktion" bedeutet dabei folgendes:

Durch ein ganz spezifisches menschliches Verhalten lässt sich eine Wirkung erzielen, die auf keine andere Weise erreicht werden kann. Die innere Wahrnehmung ermöglicht das entsprechende Verhalten und liefert damit den Schlüssel, um die Funktion zu nutzen.

Normalerweise erschafft der Mensch funktionale Systeme wie Autos, Flugzeuge, Gebäude, Softwareprogramme, Organisationen und Computer. Aber hier begegnen uns funktionale Systeme, welche der Mensch ganz offensichtlich nicht erschaffen hat. Und trotzdem sind sie aber da und "funktionieren". Das bildet einen Widerspruch zur Grundidee des wissenschaftlichen Denkens: "Das Verhalten des Universums folgt ausschließlich Naturgesetzen und Zufall." Wissenschaftliche Beweise dieser Funktionen sind schwierig, weil sowohl die Identifizierung des richtigen Verhaltens als auch die Beurteilung der Funktion auf innerer Wahrnehmung basieren, die nicht über die äußeren 5 Sinne messbar ist. Aber eigentlich braucht es gar keine wissenschaftlichen Beweise, weil jeder Mensch diese Behauptungen selbst mit seiner eigenen inneren Wahrnehmung überprüfen kann.

Das Problem ist nur: Wir können die Funktion mit unserem Verhalten nutzen, aber wir können sie nicht erklären: Warum funktioniert das? Wo kommt das her? Das ist eine Situation, die im Rahmen der wissenschaftlichen Weltsicht als extrem uncool angesehen wird. Und natürlich kommt hier auch sofort die "Gegenseite" Religion wieder ins Spiel: "Das ist nur durch einen übergeordneten Schöpfer erklärbar." Der menschliche Verstand hat eine Tendenz, sich an eingefahrene Bahnen des Denkens zu klammern: Auf der einen Seite die Wissenschaft und auf der anderen Seite die Religion. Scheinbar kann aus dem eingefahrenen Gleis "Wissenschaft" nur direkt in das andere eingefahrene Gleis "Religion" gesprungen werden. Tatsächlich besteht die Lösung aber darin, einfach mal Unwissenheit zu akzeptieren, wo eben Unwissenheit ist. Nein, der Mensch weiß doch nicht alles und es gibt vielleicht Dinge im Universum, die wir auch in absehbarer Zeit noch nicht erklären können. Das braucht es aber auch nicht, um die Funktionen der Evolution und des instinktiven Verhaltensantriebs zu nutzen.

Es gibt noch zahlreiche weitere solcher Funktionen. Erwähnt hatte ich bereits eine Informationsquelle, die im mythologischen Kontext als "Stein der Weisen" auftaucht und im religiösen Kontext als ein Aspekt von "Gott", der einem nicht nur den Weg weist, sondern den man auch alles fragen kann. Beides sind symbolische Bilder, um etwas zu umschreiben, das wir nicht erklären können. Ich nenne es einfach den "Erkenntnisprozess". Aber auch wenn wir nicht erklären können, wie es dazu kommt und warum das so funktioniert, können wir den Erkenntnisprozess dennoch nutzen. Es funktioniert folgendermaßen:

nächstes Kapitel: Erkenntnisprozess